Unternehmer/Unternehmen

Jahresabschluss 2017 muss bis
zum Jahresende 2018 veröffentlicht
werden
Unternehmen, die gesetzlich verpflichtet
sind, ihren Jahresabschluss zu veröffentlichen
(z. B. GmbH oder GmbH
& Co. KG), müssen die Frist zur Veröffentlichung
beachten. Der Abschluss
muss spätestens vor Ablauf des zwölften
Monats des dem Abschlussstichtag
nachfolgenden Geschäftsjahrs offengelegt
werden.
Unternehmen, die ihre Jahresabschlüsse
nicht rechtzeitig einreichen,
müssen mit der Festsetzung von Ordnungsgeldern
rechnen. Sie werden sodann
durch das Bundesamt für Justiz
von Amts wegen aufgefordert, ihrer
gesetzlichen Verpflichtung innerhalb
von sechs Wochen nachzukommen.
Mit der Anforderung ist gleichzeitig
eine Mahngebühr fällig, die auch nach
verspäteter Einreichung nicht erlassen
bzw. angerechnet wird.
Für Kleinstkapitalgesellschaften, die
an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen
mindestens zwei der
folgenden Merkmale nicht überschreiten
(350.000 € Bilanzsumme, 700.000 €
Umsatzerlöse und durchschnittlich zehn
beschäftigte Arbeitnehmer) sieht das
Gesetz Erleichterungen vor:
Sie müssen unter bestimmten Voraussetzungen
keinen Anhang erstellen.
Hierfür müssen bestimmte Angaben
unter der Bilanz ausgewiesen sein: Angaben
zu den Haftungsverhältnissen,
Angaben zu den Vorschüssen oder
Krediten, die an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans,
eines Beirats
oder Aufsichtsrats gewährt wurden,
erforderliche Angaben zu den eigenen
Aktien der Gesellschaft (bei einer
Aktiengesellschaft). Darüber hinaus
können in besonderen Fällen zusätzliche
Anhangangaben nötig sein, wenn
der Abschluss kein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
widerspiegelt.
Auch werden Kleinstkapitalgesellschaften
Optionen zur Verringerung
der Darstellungstiefe im Jahresabschluss
eingeräumt. Schließlich können
die gesetzlichen Vertreter dieser Gesellschaften
zwischen der Offenlegung
durch Veröffentlichung (Bekanntmachung
der Rechnungslegungsunterlagen)
oder durch Hinterlegung der
Bilanz beim Betreiber des Bundesanzeigers
wählen. Dabei ist auch im Fall der
Hinterlegung die elektronische Einreichung
der Unterlagen vorgeschrieben.

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